04.04.2008 - Umdenken in der Musik-Industrie?

Ist Filesharing vielleicht doch nicht so "böse", wie man von Seiten der Urheber-Industrie zunächst mal (wider besseres Wissen) unterstellte? Zumal man ja einen Schuldigen für die eigene Unfähigkeit, das verpasste Geschäft brauchte?
    Douglas Merrill, Chef der Digital Unit von EMI, hatte schon länger den Gedanken im Hinterkopf, dass es doch eigentlich nicht gut sein kann, die eigene Kundschaft zu verklagen. Inzwischen sind aber (endlich) wissenschaftliche Studien auf seinem Schreibtisch gelandet, die recht eindeutig belegen, dass sich die Vor- und Nachteile von Filesharing die Waage halten, und dass es an den Plattenfirmen (Rechte-Inhabern) läge, die Vorteile durch intelligente Politik für sich zu nutzen.
 
Früher oder später setzen sich Wahrheit und Vernunft durch. Sogar in Politik und Geschäftsleben. Wer daran zweifelte, müsste am Leben verzweifeln. Was aber bei aller Hoffnung bleibt, ist die Trauer um die unzähligen mehr oder weniger unschuldigen Opfer, die der derzeitige Urheberrechtswahn gekostet hat und immer noch kostet. Tausende ruinierter Existenzen, nur deshalb, weil eine Handvoll Betonköpfe in Politik und Content-Industrie die Möglichkeiten und Chancen des Internets weder verstehen noch überhaupt wollen ...
 
 
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